Unsere Kindertagesstätte besuchen Kinder im Alter von 2 bis 10 Jahren.
Die Kinder kommen aus verschiedenen Ortsteilen der Gemeinde Jengen.
Wir haben zwei Gruppen mit insgesamt 50 Kindertagesstättenplätzen.
In zwei Stammgruppen erleben die Kinder den Kindertagesstättentag.
Verschiedene Angebote sind gruppenübergreifend.
Für behinderte Kinder sind wir offen und sie werden wenn möglich in die Gruppe integriert..
Für Schulkinder von der 1. bis zur 4. Klasse bieten wir Nachmittagsbetreuung und Ferienbetreuung an.
2.1 Kinder im Kindergartenalter
Für die Kinder im Kindergartenalter gelten die Inhalte des Gesamtkonzeptes.
Unsere Arbeit richtet sich nach den Richtlinien des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans.
2.2 Kinder unter 3 Jahren
2.2.1 Zielformulierung
- Integration in die Gemeinschaft der Kindertagesstättenkinder
- Kennenlernen und Beachten der Normen und Werte der Gemeinschaft
- Finden von Freunden
- Erkennen eigener Bedürfnisse und Ausleben im Kontext sozialer Eingliederung
- Heranführen an die „Lerninhalte“ von Kindergartenkindern (Spracherziehung, z. B. Reime, Fingerspiele, etc.)
2.2.2 Bereiche
2.2.2.1 Übergang von der Familie in die Kindertagesstätte, Eingewöhnungsphase
Einladung an die Kinder der Krabbel- bzw. Spielgruppe
Die Kinder der Krabbel- und Spielgruppe der Gemeinde werden zu einem Besuch in unsere Kindertagesstätte eingeladen. So entstehen erste Kontakte.
Tag der offenen Tür
Am Tag der offenen Tür besuchen uns unter anderem die Eltern der kleinen Kinder, die evtl. zu uns in die Kindertagesstätte kommen. Auch der Elternbeirat ist bei dieser Veranstaltung eingebunden.
Einführungselternabend
Die Problematik bei der Ablöse- und Übergangsphase wird am Elternabend ausführlich besprochen. Die Eltern können ihre Ängste äußern und bekommen praktische Hilfen und Anregungen.
Schnuppertage
An Schnuppertagen können von 10 Uhr bis 12 Uhr neue Kinder – evtl. mit den Bezugspersonen – ein wenig den Kindertagesstättenalltag erleben.
Sommerfest
Am Sommerfest werden auch die neuen Kinder mit den Eltern eingeladen.
Stufenweise Aufnahme
Die neuen Kinder werden zu Beginn des Kindertagesstättenjahrs stufenweise aufgenommen.
Feste Bezugsperson
Die zweijährigen Kinder haben in der Kindertagesstätte eine feste Bezugsperson.
Elternarbeit
Die Eltern erhalten eine Informationsbroschüre und den Erfahrungsbericht über Zweijährige im Kindergarten sowie Elternbriefe. Sie werden zu Elternveranstaltungen und Elternabenden eingeladen.
Zweimal jährlich finden so genannte Entwicklungsgespräche statt. Ansonsten informieren wir die Eltern bei den „Tür- und Angelgesprächen“ über den Kindertagesstättentag des Kindes bzw. werden Gespräche nach Bedarf geführt. Allerdings führen wir Gespräche nicht erst oder nur bei Problemen, sondern suchen den regelmäßigen Austausch mit den Eltern.
Mit den Eltern werden individuelle Vereinbarungen getroffen.
2.2.2.2 Räumlichkeiten
Es ist ein gesonderter Raum (Intensivraum) vorhanden, in den sich die jüngeren Kinder zu speziellen Beschäftigungen mit einer Erzieherin zurückziehen können. Dort werden altersentsprechende Angebote durchgeführt.
Gleichzeitig dient dieser Raum als Rückzugsmöglichkeit bei dem Bedürfnis nach Ruhe.
2.2.2.3 Heranführung an die Bildungsangebote des Kindergartens
Die Zweijährigen lernen viel, indem sie ausprobieren.
Sie suchen aber auch immer wieder die Nähe der Erwachsenen (Erzieherinnen). Sie bekommen eine feste Bezugsperson. Sie brauchen viel körperliche Nähe, Streicheleinheiten und Zuwendung.
Beim Freispiel sind wir deshalb ständig präsent, um diese Kinder zu unterstützen und ihnen helfen, Spielsituationen zu meistern.
Wir bieten altersentsprechende gezielte Beschäftigungen an. So fördern wir z. B. durch entsprechende Bereitstellung von Materialien wie Knetmasse, Kleister usw. die feinmotorischen Fähigkeiten und führen so zum Umgang mit Schere und Kleber hin.
Beim Sport teilen wir die Gruppe und bieten spezielle Turnangebote für die Kleinen. Außerdem geben wir dem Bewegungsdrang dieser Altersgruppe viel Raum: Bewegungsspiele, freies Laufen im Raum und im Flur, Fahren mit dem Lenkauto, klettern, rutschen, spielen im Sandkasten, kurze Spaziergänge unter Mitnahme eines Leiterwagens für Kinder, die sehr schnell ermüden.
Wir bieten altersspezifische Angebote in einer Kleingruppe für die Dreijährigen an, z. B. Finger- und Singspiele, Klatschverse usw. Auch stellen wir eigenes Spielmaterial bereit.
Durch die Teilnahme am Kinderkreis (in einer verkürzten Form) erfahren die jüngeren Kinder von den älteren erste demokratische Verhaltensweisen wie Zuhören, Äußern der eigenen Meinung, Diskussion usw. Beiträge der Kleinen werden ernst genommen und positiv bewertet.
2.2.2.4 Sauberkeitserziehung
Wir gehen auf den Entwicklungsstand der Kinder ein. Kinder werden zum Sauberwerden angeleitet: Eine Erzieherin zeigt den Toilettenraum mit speziellen Kindertoiletten und Waschbecken. Sie erklärt, wie eine Toilette zu benutzen ist und wie ein Toilettengang abläuft. Dabei wird auch auf die Hygiene (Hände waschen) geachtet.
Gleichzeitig wird die Körperwahrnehmung gefördert, z. B. durch Sing- und Bewegungsspiele, damit die Kinder ein positives Selbstbild entwickeln können.
2.2.2.5 Verhältnis große und kleine Kinder
Wir achten darauf, dass es zu einer positiven Beziehung zwischen den Großen und den Kleinen kommt. Dies bedeutet, dass wir die jüngeren Kinder dazu anhalten, den größeren Kindern nichts zu zerstören und die allgemeinen Regeln einzuhalten.
Auf der anderen Seite sollen die älteren Kinder Rücksichtnahme gegenüber den jüngeren üben und so ihre soziale Kompetenz erweitern.
Das Forum dafür sind die Kinderkonferenzen, in denen die Kinder Probleme besprechen und ihre Bedürfnisse äußern können.
Wir unterstützen das gegenseitige Lernen der verschiedenen Altersgruppen.
Für die größeren Kinder stehen Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung, um ungestört spielen und sich beschäftigen zu können.
2.2.2.6 Elternarbeit
Neben der allgemeinen Elternarbeit für alle Eltern (Elternbriefe, Elternabende, Infos etc.) erhalten die Eltern der unter Dreijährigen Zeit und Raum für Gespräche mit dem Kindertagesstättenpersonal. Die Gespräche ergeben sich in den Bring- und Abholzeiten und wir laden die Eltern am Anfang des Jahres und zweimal im laufenden Jahr (Entwicklungsgespräche) speziell in die Kindertagesstätte ein (siehe auch Punkt 2.2.2.1 Eingewöhnungsphase).
2.2.2.7 Zweijährige im Kindergarten Weinhausen – Ein Erfahrungsbericht im Rückblick
Da einerseits der Wunsch der Eltern vorhanden war, andererseits es die Gruppensituation zuließ, nahmen wir im Kindergarten St. Felizitas Weinhausen ab September 2003 zweijährige Kinder auf.
Wie haben sich die Kinder eingewöhnt?
Von Vorteil war, dass die Kinder vorher bereits die Spielgruppe in Jengen, das „Spatzennest“, besucht hatten. Dadurch waren sie es gewöhnt, für eine gewisse Zeit von den Eltern getrennt zu sein. Auch bildeten die Kinder für sich eine kleine bekannte Gruppe. Die Eingewöhnungszeit im Kindergarten dauerte natürlich länger als bei älteren Kindern.
Was war neu für die Kinder?
Neben neuen, unbekannten Kindern und Erwachsenen sowie einer neuen Umgebung mussten sich die Kinder vor allem auf neue Regeln einstellen. Lebten sie bisher in kleinen Gemeinschaften wie Familie und Kleingruppe (Spielkreis), wurden sie im Kindergarten in ein soziales Gefüge einer größeren Gemeinschaft hineingestellt. Dort wurden sie mit Normen und Regeln konfrontiert, die sie bis dahin nicht kannten und nicht beachten mussten.
Dazu kam, dass jedes Kind seinen eigenen ausgeprägten Charakter besitzt. Bisweilen steht dieser im Widerspruch zu den Anforderungen, die eine Gemeinschaft mit sich bringt.
Die Kinder in die Gruppe mit ihrem entsprechenden Verhaltenskodex zu integrieren, war unsere Aufgabe als Erzieherinnen, die Geduld, Behutsamkeit und Verständnis, aber auch konsequentes Verhalten erforderte.
Dass auf dem Papier gemalt werden soll, nicht auf dem Boden, dass es unfair ist und Streit provoziert, wenn man einem anderen Kind etwas kaputt macht, und noch vieles mehr . . . Diese für das Zusammenleben wichtigen Erfahrungen machten die „Kleinen“ im Laufe der Zeit, unterstützt durch viel Zuwendung und Gespräche von unserer Seite.
Auch wenn es gelegentlich Rückschläge gab, so akzeptierten die Zweijährigen allmählich diese Regeln und Normen.
Wie verhielten sich die Kinder und was war unsere Aufgabe?
Die Zweijährigen lernen viel, indem sie viel ausprobieren. Gleichzeitig suchten sie aber sehr stark die Nähe der Erzieherinnen. So war es zu Beginn schwierig für sie, sich im Freispiel selbstständig zu beschäftigen oder bei einer Spielsituation zu bleiben.
Auffallend war auch der große Bewegungsdrang der Kleinsten. Dem trugen wir Rechnung, indem wir weniger Tischspiele anboten, dafür umso mehr Bewegungsspiele, freies Laufen im Flur oder Fahren mit dem Lenkauto. Auch Rollenspiele wurden sehr beliebt.
Ebenso gingen wir bei gezielten Beschäftigungen auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse dieser Altersgruppe ein. So wurde die Feinmotorik unter anderem beim Basteln so gefördert, dass die Kinder mit der Schere Schnipsel schnitten, diese mit Kleister auf ein Blatt klebten, viel kneteten oder mit Fingerfarben malten.
Im Allgemeinen ließen wir Erzieherinnen die Kinder so viel wie möglich im Garten sein, klettern, rutschen, mit den Kinderfahrzeugen fahren oder im Sandkasten spielen, was wiederum deren großem Bewegungsdrang entgegenkam.
Spaziergänge wurden unternommen. Dabei stellte sich heraus, dass die Kinder schnell müde werden. Neben nur kurzen Spaziergängen ist das Mitführen eines Leiterwagens eine Hilfe.
Bereichernd war für uns bei diesen Spaziergängen die Begeisterung der Kinder für die kleinen Dinge, wie zum Beispiel Käfer, Vögel, Mäuselöcher auf dem Feld usw.
Große und Kleine – Wie geht das?
Gewiss bedurfte es einer Gewöhnungsphase zueinander. Kamen anfangs Beschwerden der Großen über bestimmte Verhaltensweisen der Kleinen (etwas kaputt machen), so kam es allmählich zu einer positiven Beziehung, je mehr sich die Kleinen an bestimmte Regeln hielten.
Schließlich wurde es ein gegenseitiges Lernen, wobei die Großen vor allem von der neuen Wahrnehmungserfahrung der Kleinen profitierten. Im Laufe der Zeit übernahmen die älteren Kinder sogar eine Art Beschützerrolle und erlebten so, dass sie ja die „Großen“ sind. Sie lernten Rücksichtnahme, wie sie helfen können, und erweiterten so ihre soziale Kompetenz.
Für uns Erzieherinnen war es wichtig, dass wir trotz größerer Beanspruchung durch die Kleinen den älteren Kindern ebenfalls viel Beachtung entgegenbrachten.
Wir können feststellen: Unsere älteren Kindergartenkinder, die oft selbst Nesthäkchen waren, lernten, sich um jüngere Kinder zu kümmern, zeigten Verständnis, halfen uns sogar im Umgang mit den Kleinen. Größere Kinder nahmen Kleinere an die Hand und sagten ihnen, was sie tun und was sie nicht tun dürfen. Sie fühlen sich für die Jüngeren verantwortlich.
Wir lernten ebenso
Die neue Situation beeinflusste auch uns in großem Maße. Manche eingefahrene Struktur wurde aufgebrochen, unsere Fantasie und Veränderungsbereitschaft war gefordert.
Der Versorgungsbereich (Anziehen, Gang auf die Toilette, . . .) wurde intensiver und zeitaufwendiger.
Wir wurden aufmerksamer für die Gruppenprozesse. Viel Geduld, Gelassenheit, Verständnis und Zuwendung brachten wir den Kindern entgegen.
Wir hielten aber auch konsequentes Erziehungsverhalten für notwendig, wenn es um die Einhaltung bestimmter Regeln ging.
In vielen Gesprächen mit den Kindern, aber auch untereinander, passten wir unser Erziehungsverhalten den Bedürfnissen aller Kinder – jüngeren und älteren – an.
Welche Bedingungen sollten beachtet werden?
Es hat sich als günstig herausgestellt, die Zweijährigen stufenweise aufzunehmen. Dieser Modus sollte beibehalten werden, zum Beispiel Aufnahme im September, weitere im Januar und wiederum welche nach Fasching etc.
In den Gruppen müssen, um den Kindern gerecht zu werden (Versorgung, pädagogische Betreuung, Förderung) auf jeden Fall zwei Erziehungskräfte je Gruppe sein. Von Vorteil ist, wenn zusätzlich noch eine Praktikantin das Team verstärkt.
Aus organisatorischen Gründen ist eine derartige Besetzung der Gruppen schon deshalb dringend notwendig, da für bestimmte Beschäftigungen oder bei bestimmten Anlässen die Gruppe in jüngere und ältere Kinder geteilt werden muss, um allen Kindern gerecht zu werden.
So hat sich als unumgänglich herausgestellt, dass, während ältere Kinder in der Jengener Turnhalle Sport betreiben, die jüngeren gesondert im Kindergarten turnen.
Insgesamt können wir sagen
Die Aufnahme jüngerer Kinder hat sich als eine Bereicherung für alle erwiesen. Wir alle lernten voneinander. Eine neue Situation brachte neue Aufgaben sowie neue Erkenntnisse, neue Erlebnisse und forderte neue Lösungen.
Wenn die äußeren Bedingungen (Personalstand, Aufnahme in Stufen) stimmen, ist es begrüßenswert, dass mit der Aufnahme jüngerer Kinder einerseits den Bedürfnissen der Eltern entsprochen, andererseits auch dem Kindergartenkonzept der altersgemischten Gruppe Rechnung getragen wird.
2.3 Schulkinder
2.3.1 Nachmittagsbetreuung
2.3.1.1 Angebot
An zwei Nachmittagen während der Schulwoche bekommen Schüler der Jengener Grundschule die Möglichkeit einer Nachmittagsbetreuung in der Kindertagesstätte St. Felizitas.
Die Betreuungszeit beginnt je nach Unterrichtsschluss um 11.30 Uhr, 12.30 Uhr oder 13.30 Uhr und endet um 16.30 Uhr.
2.3.1.2 Zielformulierung
Das Angebot dient
- der Entlastung berufstätiger Eltern
- der Hausaufgabenbetreuung (nicht Vorbereitung auf Prüfungen oder Nachhilfe)
- einer sinnvollen Freizeitgestaltung/Projekte
2.3.1.3 Durchführung/Ablauf
Für Schulkinder, die vor 13.30 Uhr kommen und ein Bedürfnis haben, über den Schulvormittag zu reden, nimmt sich eine Erzieherin Zeit.
Die Kinder bekommen auch die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und sich zu entspannen. Dazu bieten wir je nach Bedürfnis der Kinder CDs mit Entspannungsmusik und ruhige Spiele an.
Wir versuchen auch, die Schulkinder zur Vorbereitung auf das Mittagessen mit einzubeziehen (z. B. beim Tischdecken helfen, dekorieren usw.)
Die Kindergartenkinder essen zusammen mit den Schulkindern um 13.30 Uhr zu Mittag. Dabei legen wir großen Wert auf die Essenskultur: Alle benehmen sich wie in einem Restaurant. Der Tisch ist schön gedeckt mit Tischdecke und Servietten, die Kinder essen mit Löffel, Messer und Gabel. Der „Koch/die Köchin“ verliest die Speisekarte. Gesunde Speisen und Getränke sowie Vor-, Haupt- und Nachspeise gehören dazu. Vor dem Essen sprechen wir ein Gebet und wünschen uns guten Appetit.
Die Schulkinder helfen beim Abräumen nach dem Essen. Anschließend putzen alle die Zähne.
Während die Kindergartenkinder ihre Ruhezeit beginnen, ist für die Schulkinder von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr Hausaufgabenzeit. Die Hausaufgabenzeit soll 1 Stunde nicht überschreiten. Eine Erzieherin betreut dabei die Schulkinder.
Von 15.30 Uhr bis 16.30 Uhr ist Zeit für Projektarbeit. Je nach Bedürfnis werden Sportangebote oder künstlerische Aktivitäten angeboten, um einen Ausgleich zu den Anforderungen des Schulalltags zu schaffen und wieder Kraft tanken zu können.
2.3.1.4 Elternarbeit
Vor Schuljahresbeginn werden bei einem Elterntreffen die gegenseitigen Erwartungen abgeklärt:
- Abholzeiten
- Informationsmöglichkeiten (z. B. Führung eines Informationsheftes zwischen Kindertagesstätte und Eltern)
- Verantwortung bzgl. Schule bleibt bei den Eltern
- Art der Hausaufgabenbetreuung
- Besondere Gesprächsangebote bei Problemen
- Organisatorische Fragen
- Einholen von Einverständniserklärungen, z.B. bei besonderen Unternehmungen
2.3.2 Ferienbetreuung
2.3.2.1 Angebot
In den so genannten Bedarfswochen/Ferienwochen bieten wir Kindern der Jengener Grundschule Ferienbetreuung während der Kindertagesstättenöffnungszeiten an. Der Bedarf wird durch eine Umfrage ermittelt.
2.3.2.2 Zielformulierung
Das Angebot dient
- der Entlastung berufstätiger Eltern
- einer sinnvollen Freizeitgestaltung für die Schüler
- Vermittlung besonderer Erlebnisse durch projektorientierter Arbeit unter dem Thema „Unsere Gemeinde“
2.3.2.3 Durchführung/Ablauf
Die Kinder werden von den Eltern gebracht bzw. kommen selbstständig. In einem morgendlichen Kinderkreis wird der Tagesablauf besprochen und diskutiert. Es werden getrennte oder gemeinsame Aktivitäten der Kindergarten- und Schulkinder angeboten.
Im ersten Schul- bzw. Kindergartenjahr stellen wir unser Gemeinwesen (Gemeinde Jengen) in den Mittelpunkt. Es entsteht in Kinderkonferenzen das Projekt „Unsere Gemeinde“.
Die Kinder sollen die Gemeinde Jengen näher kennen lernen. Dabei werden alle Bereiche angesprochen: Ortsteile und ihre Besonderheiten, Umwelt und Natur, Organe der Gemeinde (Bürgermeister, Gemeinderat), kirchliches Leben, Vereine und Institutionen usw.
Methodisches Vorgehen: In Konferenzen mit den Kindern planen wir unsere Aktivitäten und Vorgehensweisen. Wir besuchen die Ortsteile und führen Suchspiele durch. Durch Fotos halten wir die einzelnen Schritte fest. Der Bürgermeister wird interviewt sowie weitere Vertreter der Kommune, Vereine und Kirche.
Wir stellen Kontakte mit den Vereinen her und bekommen Einsichten in deren Arbeit und Angebote.
Dies alles wird dokumentiert und soll am Ende des Jahres an eine Fotowand für alle sichtbar ausgestellt werden.
Um den Aufgaben gerecht werden zu können, planen wir mit 3 pädagogischen Fachkräften.
Für das Kindergartenjahr 2008/09 sind zu den Kindergartenkindern noch 10 Schulkinder gemeldet.
2.4 Personal
In der Kindertagesstätte St. Felizitas sind zwei Erzieherinnen und zwei Kinderpflegerinnen als Fachkräfte im Einsatz.
Eine Reinigungskraft und ein Hausmeister sind für Haus und Garten mitverantwortlich.
Die Erzieherin Karin Meier leitet seit 13 Jahren die Kindertagesstätte und die Spatzengruppe.
Sie wird unterstützt durch die Kinderpflegerin Sabina Zasche, die ebenfalls seit 13 Jahren in der Kindertagesstätte St. Felizitas arbeitet.
Die Erzieherin Elisabeth Protzel ist Gruppenleiterin der Bärengruppe und seit 11 Jahren in der Kindertagesstätte St. Felizitas.
Unterstützung erfährt sie durch die Kinderpflegerin Sonia Gorka, seit 4 Jahren in unserer Kindertagesstätte.
Die Kinder erleben somit ein konstantes, gut ausgebildetes und engagiertes Team.
2.5 Räumlichkeiten und Umgebung
2 große Gruppenräume
Hier spielt sich überwiegend das tägliche Leben der Kinder ab. Angebote in Erziehung und Bildung in allen relevanten Bereichen finden hier statt.
2 Intensivräume
Jeder Gruppe steht ein Intensivraum zur Verfügung. Dorthin können sich die Kinder zurückziehen. Diese Räume werden aber auch für spezielle Angebote für Kleingruppen genützt.
Turn- und Mehrzweckraum
Bewegungsangebote und besondere Förderung (z. B. „Würzburger Modell“ und „Entdeckungen im Zahlenland“) werden hier durchgeführt.
Für größere Turn- und Bewegungsangebote nutzen wir regelmäßig die Schulturnhalle der Gemeinde.
Eingangsbereich
Der große Eingangsbereich bietet Platz für Bewegung und individuelles Spiel. Die Kinder nutzen ihn oft zum Aufbau der Bewegungsbaustelle.
Eltern informieren sich in der so genannten Elternecke.
Weitere Räume
Personalraum mit Büro und Küche
Materialraum, großer Dachboden für verschiedene Materialien
2 Toilettenräume, Abstellraum und Erwachsenen-WC
Außenbereich
Im Außenbereich können die Kinder ihren Bewegungsdrang ausleben. Dafür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, unter anderem Spielwiese, Rutschturm, Sandkasten, kleiner Schlittenberg, Kletterturm, Vogelnestschaukel, asphaltierter Weg für das Befahren mit Kinderfahrzeugen, Obstbäume und Beerensträucher, Gerätehäuschen mit Spielmaterial und Fahrzeugen, Gartenhäuschen, Wipptiere, Schaukeltier.
Dorf
Weinhausen ist ein kleines Dorf in der Gemeinde Jengen in landwirtschaftlich geprägter Umgebung. In der Nachbarschaft besteht die Möglichkeit, Bauernhöfen Besuche abzustatten. Der nahe gelegene Wald lädt zur Erkundung der Natur ein. Diese Möglichkeit haben wir im Kindergartenjahr 2005/2006 in besonderem Maße durch unser Jahresthema berücksichtigt.
2.6 Öffnungszeiten
Im Rahmen der momentanen Öffnungszeiten von 7.25 Uhr bis 13.30 Uhr sowie am Montag und am Mittwoch durchgehend von 7.25 Uhr bis 16.30 Uhr (mit Mittagessensangebot) besteht die Möglichkeit der flexiblen Buchung:
4 bis 5 Stunden
5 bis 6 Stunden
6 bis 7 Stunden
7 bis 8 Stunden
Unsere Kernzeit, in der alle Kinder anwesend sein sollen, ist täglich von 8.15 Uhr bis 12.15 Uhr.
In dieser Kernzeit finden überwiegend unsere pädagogischen Angebote statt.
Der Bedarf an Öffnungszeiten wird jedes Jahr bei den Eltern neu abgefragt.
2.7 Bring- und Abholzeiten
Als besonderen Service können die Kinder mit dem gemeindeeigenen Bus in die Kindertagesstätte gefahren bzw. wieder nach Hause gebracht werden. Die Kosten dafür sind im Elternbeitrag enthalten.
Die genauen Abfahrts- und Ankunftszeiten des Busses in den jeweiligen Ortsteilen sind in der Gemeindeverwaltung zu erfahren und werden zu Beginn des jeweiligen Kindertagesstättenjahres auch im Gemeindeblatt veröffentlicht.
Natürlich können die Kinder von den Eltern auch selbst gebracht und abgeholt werden. Die Kinder sollten in diesem Fall jedoch eine Viertelstunde vor der Kernzeit in der Kindertagesstätte sein und erst eine Viertelstunde nach der Kernzeit abgeholt werden.
2.8 Schließtage
Zu Beginn des jeweiligen Kindertagesstättenjahres werden die Öffnungs- und Schließtage durch eine Elternumfrage ermittelt.
Für das Kindertagesstättenjahr 2008/2009 gelten folgende Schließzeiten:
- Weihnachten: 23. Dezember, 5. Januar
- Rosenmontag und Faschingsdienstag
- Ostern: Osterwoche geschlossen
- Pfingsten: 1. Pfingstwoche geschlossen
- Sommer: vom 10. bis 28. August (3 Wochen) geschlossen.
Bedarfswochen für „Feriengruppe“
In den restlichen Schulferien ist die Kindertagesstätte geöffnet. In dieser Zeit fährt allerdings kein Bus.
Durch die zusätzliche Schulkinderbetreuung ist entsprechendes Personal erforderlich.
2.9 Elternbeitrag
Je nach Buchungszeiten fallen unterschiedliche Betreuungskosten an:
Kindergartengebühren 2011/2012| Zeitkategorie | Elternbeitrag | Beitragserhebung |
|---|
| 4 - 5 Stunden | 78,00 € | 12 x jährlich |
| 5 - 6 Stunden | 83,70 € | 12 x jährlich |
| 6 - 7 Stunden | 89,40 € | 12 x jährlich |
| 7 - 8 Stunden | 95,10 € | 12 x jährlich |
Für Geschwister, die gleichzeitig den Kindergarten besuchen, gibt es für das zweite Kind der Familie eine Ermäßigung von 10,00 Euro.
Zum Beitrag kommen pro Monat:
Spielgeld: 5,- Euro
Busbegleitung: 8,00 Euro
Mittagessen am Montag oder Mittwoch (nur bei Anwesenheit): je 2,50 Euro
Schulkinder am Nachmittag| Zeitkategorie | Elternbeitrag ohne Spielgeld ohne Busaufsicht | Beitragserhebung |
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| 1 - 2 Stunden | 40,90 € | 11 x jährlich (Sept.-Juli) |
|---|
Schulkinder Ferien| Zeitkategorie | Elternbeitrag | Beitragserhebung |
|---|
| alle geöffneten Ferientage | 1 Monatsbeitrag gem. gebuchte Zeitkategorie zzgl. Spielgeld ohne Busaufsicht | 1 x jährlich Erhebung im September |
|---|
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